Poul Winslow

Als Poul Winslow, gerade 17 Jahre alt, eines Morgens die Zeitung zur Hand nimmt, sieht er eine Stellenanzeige. Preben Holm sucht Assistenten, und Poul beschließt sich zu bewerben. Nun ist Preben Holm eine kleine Berühmtheit, und so muss Poul feststellen, dass die Konkurrenz größer ist als gedacht. Mit jedem Bewerber spricht Preben persönlich, und anscheinend hat Poul genau das, was Preben sucht, denn er bekommt den Job. Zunächst muss er erstmal einen kleinen Dämpfer verdauen: Ganz optimistisch geht er davon aus, dass er sofort an Pfeifen arbeiten soll. Natürlich sind Lehrjahre keine Herrenjahre und auch Poul muss das lernen. Eine seiner Hauptaufgaben ist es, die Werkstatt zu fegen. Allerdings nicht lange, denn Preben erkennt sein Talent und Poul darf sich an der Drehbank versuchen. Schnell entwickelt er erhebliche Fähigkeiten und nach kurzer Zeit wird er Produktionsleiter. Wie sehr er geschätzt wird, ist kein Geheimnis, denn als Poul seinen Wehrdienst antreten muss, bietet man ihm an, dass er währenddessen ein Drittel seines Gehaltes weiterhin bekomme - wenn er zusichert, dass er nach dem Wehrdienst wieder in die Werkstatt von Preben Holm zurück kehren wird. Doch die Zeiten ändern sich, und als Poul 1985 aus dem Urlaub kommt, muss er feststellen, dass die Werkstatt geschlossen und er nun arbeitslos ist.

Poul begreift diese Situation als Chance und richtet eine kleine Werkstatt in seinem Haus ein. Poul nutzt seine Kontakte zu Branchengrößen, und Stanwell nimmt ihn mit zu Messen, wo er aus vorbereiteten Kanteln fertige Pfeifen vor dem Publikum fertigte. Er baut sein Netzwerk aus und erarbeitet sich einen guten Ruf, auch wenn er er seine Pfeifen auf den Messen nicht verkaufen durfte. Noch heute arbeitet Poul Winslow in einer kleinen Werkstatt, die sich nicht mehr im Haus selber, sondern in einem kleinen Haus in unmittelbarer Nähe befindet. Poul arbeitet mit einigen Assistenten zusammen, und alle Pfeifen aus seiner Werkstatt tragen eine unverwechselbare Handschrift, die man sofort erkennt.

Zusätzlich zu den bekannten Winslow-Pfeifen entschied sich Poul, eine günstigere Serie von Pfeifen herzustellen. Dabei hat keine der sogenannten Crown-Pfeifen eine schlechtere Qualität als die Winslows. Der Unterschied liegt in der weniger dichten oder schönen Maserung des Holzes und jede ist mit einem vorgefertigten Acrylmundstück versehen, das an die jeweilige Pfeife angepasst wird, anstelle des individuell handgefertigten der Winslows. Doch egal, für welche der Pfeifen aus dem Hause Winslow Sie sich am Ende entscheiden, ein wunderbarer Rauchgenuss ist garantiert!